DADA-Hommage In Der HebelHalle: Dada War Da Bevor Dada Da War …

DADA-Hommage in der HebelHalle: Dada war da bevor dada da war …

26.10.2016 - 27.10.2016 / 20:00 - 21:15 Uhr / HebelHalle


Hugo BallFotografie: Hugo Ball als „magischer Priester“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

INSZENIERTE LESUNG

Zum 100. DADA-Geburstag laden Heidelberger Künstlerinnen und Künstler zu einer Dada-Soiree in die HebelHalle:

DADA WAR DA BEVOR DADA DA WAR

Vorstellungen: am Mittwoch, 26. und Donnerstag, 27. Oktober 2016,
jeweils um 20 Uhr, HebelHalle, Hebelstrasse 9, 69115 Heidelberg

Eine Hommage

Mitwirkende: Dorothea Paschen, Helga-Karola Wolf, Brigitte Becker, Bernhard Fauser, Jai Gonzales, Catherine Guerin und Paul Brands (für den erkrankten Dieter Neck)
Veranstaltungsbegleitende Collagen im Foyer:
Agnes Pschorn, Petra Lindenmeyer, Kike
Büchertisch von Schmitt & Hahn zu 100 Jahre DADA

Vorverkauf und Informationen: www.reservix.de
Eine Veranstaltung des UnterwegsTheaters und der Heidelberger GEDOK e.V.

Unterstützt vom Kulturamt der Stadt Heidelberg und dem Regierungspräsidium Karlsruhe
powered by: UT + GEDOK + Volksbank Kurzpfalz eG + Werbeagenten + Fahrwerk

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„DADA war da bevor DADA da war“ wird, ganz im Sinne der Erfinder, ein Gemeinschaftswerk.
Laut- und Nonsensgedichte, Aktionen voller Humor und Texte scheinbar ohne Verstand, zu einer „Dada-Soiree“ zusammengeschnürt.

„In dieser inszenierten Lesung arbeite ich mit den Möglichkeiten der Koordination unterschiedlichster Sicht- und Erfahrensweisen zum Thema Bühnenkunst in der Heidelberger Realität“ so die künstlerische Leiterin des UnterwegsTheaters, Jai Gonzales.

„Dada, diese kurzlebige, aber immer wieder aufflackernde Bewegung hat sich erhalten, weil es eine immer wiederkehrende Grundhaltung des Menschen zum Ausdruck bringt: den Gestus der Verneinung, des In-Frage-Stellens, des Zerstörens, um zu Neuem zu finden, ohne bereits ein Gegenprogramm zu haben“, Helga Karola Wolf, Schauspielerin

Dorothea Paschen, Schauspielerin und Regisseurin, Vorstandsvorsitzende der GEDOK:
„Musikalische Laut- und Klanggedichte ohne sprachlichen Sinn zu intonieren und mit Ernst groteske Nonsens-Vorträge zu halten, ist und bleibt eine große Herausforderung.“

Hintergrund:
Im Februar 1916 gründete mitten im Ersten Weltkrieg in Zürich eine kleine Gruppe von Künstlern, Literaten und Theaterleuten das Cabaret Voltaire. Sie revoltierten gegen die herkömmliche Kunstrichtung und gegen die Sinnlosigkeit des Krieges. Die DADA-Bewegung um Hugo Ball, Emmy Hennings, Hans Arp, Sophie Taeuber, Tristan Zara, Richard Huelsenbeck und vielen anderen entwickelte Ableger in New York, Berlin und Paris und wirkt nach bis zum heutigen Poetry Slam.

Die völlige Abkehr vom konventionellen, repräsentativen Kunstbegriff, den Ball, seine Frau Emmy Hennings – beide Immigranten – und seine
weiteren Mitstreiter im Februar 1916 zunächst in ihrer Zürcher Künstlerkneipe Club Voltaire praktiziert hatten, hatte beispielsweise Hans Arp (1886 – 1966) vor dem Hintergrund des tobenden Ersten Weltkriegs in Europa wie folgt erklärt:
„Wir suchten eine elementare Kunst, die den Menschen vom Wahnsinn der Zeit heilen sollte“.

Auf die Frage, was heute an der Sinnzertrümmerung des Dada für die künstlerische Arbeit bedeutsam sei, antwortet Bernhard Fauser, Performer, mit einem Zitat von Stanislaw Jerzy Lec: „Unsinn und Sinnlosigkeit sind dem Sinn nach verschieden“.

„Dada kann man nicht begreifen, Dada muss man erleben.“
Richard Huelsenbeck

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