„alternative photography“  13.05.2020 – 31.05.2020, Hebelhalle SOUSOL, Vernissage: 13.05.2020, 18 Uhr

„alternative photography“ 13.05.2020 – 31.05.2020, Hebelhalle SOUSOL, Vernissage: 13.05.2020, 18 Uhr

13.05.2020 - 31.05.2020 / 18:00 Uhr / SOUSOL HebelHalle


 

ON „Waage Korona TV“ und nach persoenlicher Anmeldung

 

 

Seit 2010 (LEBEN, Georges Rousse) widmet sich das UnterwegsTheater konsequent der Ermöglichung von Sichtbar Werden von Fotoarbeiten „made in Heidelberg“. Nach den Fotoprojekten im Rahmen der Festivalproduktionen von ARTORT-Kunst im Öffentlichen Raum, drei Gruppenausstellungen der Jahre 2012, 2015 und 2019 und den dazwischen liegenden Fotoprojekten von Markus Kaesler in den Jahren 2016 und 2019 zum Thema der Pinhole-Fotografie, freuen wir uns, eine weitere „Verästelung des großen Baumes Fotografie“ in der HebelHalle zum Blühen bringen zu dürfen;

„alternative photography“

13.05.2020 – 31.05.2020, Hebelhalle SOUSOL

Vernissage: 13.05.2020, 18 Uhr

Wir freuen uns über Ihren/Deinen Besuch!

Bernhard Fauser, Jai Gonzales Direktion UnterwegsTheater / HebelHalle

Projektinfo:

Näher kann sich Fotografie nicht an den Ursprüngen ihrer Wortbedeutung orientieren: direkt mit Licht auf lichtempfindlichem Material erschaffene fotografische Arbeiten schaffen optisch–haptische Wahrnehmungsebenen, die den Betrachter in die Welt der ungeahnten Möglichkeiten des Lichtzeichnens entführen.

Vom 13.05. bis 31.05. bewegt sich der Ausstellungsraum SOUSOL der Hebelhalle Heidelberg in Grenzbereichen fotografischen Schaffens.

Die vom Heidelberger Fotografen Markus Kaesler kuratierte Ausstellung ‚alternative photography‘ zeigt lichtbildnerische Werke von acht internationalen Fotografinnen und Fotografen, deren primäres Merkmal nicht unbedingt die realgetreue Wiedergabe der Realität ist. Die Materialität der Aufnahmemedien wird zum zentralen Element des Abgebildeten. Der materielle Entstehungsprozess ist fundamentaler Teil des Dargestellten.

Die Künstlerinnen und der Künstler nutzen spezifische Eigenschaften der unterschiedlichen lichtempfindlichen Materialien um Bilder zu schaffen, die sich den behandelten Fragestellungen auf philosophisch – ästhetischer Ebene annähern.
Die gezeigten Arbeiten sind Ergebnisse des gekonnten Auslotens von Möglichkeiten im Grenzbereich von Materialeigenschaften, die zum Teil weit über den herkömmlichen Fotografiebegriff hinausreichen.

Es sind alternative Ansätze bei der Verwendung und Verarbeitung von lichtempfindlichem Material, die zu Bildern führen, deren narrative Dichte sich nicht im Motiv erschöpft. Der Entstehungsprozess und die Haptik des Materials werden zum wichtigen Bestandteil der Bildaussage.

Auf der einen Seite sind dies Arbeiten, die zeitgenössische Fotografien mit alternativen Druckverfahren verbinden, auf der anderen Seite Arbeiten, die vollständig auf den spezifischen Eigenschaften der Materialien beruhen und auf jegliche konkrete Darstellung verzichten:

als Spiel mit Ursache und Wirkung, bei der das Ergebnis die direkte Konsequenz eines konzeptionellen Ansatzes abbildet.
Arbeiten, die das Vorstellungsvermögen des Betrachters weiten und zu visueller Meditation einladen.

Jana Dillo siedelt ihre Sofortbildmalereien im Spannungsfeld zwischen Malerei und Fotografie an.
Sinje Faby greift in ihren Poetographien Zitate auf, die sowohl auf der optischen als auch haptischen Ebene in die Arbeiten eingearbeitet wird. Fotogramme dienen ihr dabei als Grundlage.

Mit Fotogrammen beschäftigt sich auch Gabi Kaiser, die allein mit Licht, geschliffenen Glaslinsen und lichtempfindlichem Papier Bildwelten entwickelt, die mehr sind, als die Summe ihrer Zutaten.

Einen anderen Ansatz verfolgt Sehera Navaz mit ihren Cyanotypien. Mit dem als Blaudruck bekannten Verfahren entwickelt sie Farbeindrücke und verbindet zeitgenössische Fotografie mit der Verfeinerung des traditionellen Edeldruckverfahrens. Der gebürtige Schotte Douglas Nicolson belichtet Teile seiner gezeigten Arbeiten bei kompletter Dunkelheit. Die Belichtung findet mit der für das menschliche Auge nicht sichtbaren Infrarotstrahlung statt.
Kleine Preziosen schafft Tina Rowe mit den Fotografien ihrer Serie Ghosts. Dabei vergrössert sie gefundene Portrait Negative auf die Innenseite von Austernschalen, die sie in der Themse findet.
Auch Ana Tornel beschäftigt sich in ihrer Werkreihe mit Portraits. Fotografien, die im Kollodium Nassplatten Verfahren entstanden sind. Dabei wird auf eine noch flüssige lichtempfindliche Schicht fotografiert.
Die Arbeiten von Ria Wank sind Experimente, die sich die Frage stellen, welche Effekte unkonventionelle Flüssigkeiten wie Chemikalien, Medizin oder sogar Drogen auf 35mm Fotomaterial erzeugen. Die in Heidelberg gezeigten Bilder sind Reaktionsstudien des Malariamedikaments Malarone mit fotografischem Material.

Infos und Kontakt

Parallel zu der Ausstellung “alternative photography“ im SOUSOL der HebelHalle ist die von Sonja Maria Kaas kuratierte Ausstellung “Im Grünen“ im LEBENSraum HebelHalle zu sehen.

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