AHa! – Konzept
ATTENTION – AB HEUTE ANDERS – AHA – UNTERWEGS
Ab Frühjahr 2010 in der Hebelstr. 9, Heidelberg Weststadt
SAME CONCEPT – DIFFERENT SPACE
AHA – AT HOME ANYWHERE ! –
Mehr Kunst wagen – kulturelles Nutzungskonzept für das Alte Hallenbad
Das UnterwegsTheater ist ein gewachsener Teil der Heidelberger Kulturlandschaft. Als von Stadt und Land gefördertes Berufstheater bietet es seit nunmehr fast 20 Jahren dem Tanz und dessen komplementären Disziplinen wie Musik, Medien, Architektur ein zeitgenössisches Forum. Mit dem Aufbau zweier fester Spielstätten, einem Jahrzehnt internationalem Tanzfestival und fast ebensolanger Eventerfahrung im öffentlichen Raum, bleibt es sich einer Tradition immer treu: programmatisch unterwegs zu sein. Regional wie international steht der Name für Innovation und künstlerische Qualität “made in Heidelberg”.
Hauptziel der Arbeit ist es, zeitgenössischer Kunstproduktion eine Plattform zu bieten.
Die Herausforderung liegt in der Ermöglichung immer wieder neuer Präsentationsformen der sich international und pluridisziplinär entwickelnden, meist spartenübergreifenden Ausdrucksformen. Das UnterwegsTheater holt die Menschen da ab, wo sie sind. Die Exklusivität und Einmaligkeit der Events an historischen Stätten, erinnert sei z.B. an die H2O-Show im Alten Hallenbad, „Spitalillusion“ am Kornmarkt, „Übernberg“ an der Klingenteichhalle, „TanzUrban“ am Stadtgarten/ Adenauerplatz, zieht die Menschen immer wieder in ihren Bann.
Der Name UnterwegsTheater, verstärkt auch durch die bewegte Entstehungsgeschichte des Theaters in der Stadt, genießt in den Köpfen der Menschen eine stabile Verankerung. Nicht der Theaterraum als Repräsentationsort, sondern die Idee der Bewegung, der Innovation, steht im Vordergrund. Mit den Jahren hat sich das UnterwegsTheater zu einem Spezialisten im Umgang mit Räumen entwickelt.
Ein Theater lebt von der Identität, die es sich in der Stadt erarbeitet hat. Diese Identität bindet ein Publikum. Es war dem UnterwegsTheater nicht gegeben, eine örtlich ungebrochene Entwicklungsgeschichte zu nehmen. Nach kräftezehrender, zehnjähriger Odyssee in der Stadt und immer wieder aufs Neue geforderter Kreativität und Professionalität beim Finden von Möglichkeiten der Produktion und Präsentation entsteht mit dem Alten Hallenbad eine historisch einzigartige Chance; Hier kann, ganz im Sinne des Erbauers, zum Wohle von Körper und Geist, ein zeitgenössischer Musentempel für Heidelberg und die Metropolregion entstehen. Das AHa! (Altes Hallenbad) unter der künstlerischen Leitung des UnterwegsTheaters kann somit auch die Hauptmerkmale der vom Land gestellten Förderbedingungen zum Verbleib in der Spielstättenförderung erfüllen: Kontinuierliche Präsenz in der Stadt. Professionelle Theaterarbeit. Regionale Produktion und Identität. Dispositionsrecht.
Heidelberg, Altes Hallenbad. Der neue “Art-Ort der Künste”im Rhein-Neckar Dreieck. Innovativ. Offen für Qualität. Regional verankert. International vernetzt. Aha!
Altes Hallenbad – Aha!
- Zentrum für Produktion
- Spielstätte des UnterwegsTheaters
- Treffpunkt Bergheim
- Tanz – Bild – Installation – Medien
- Musik – Architektur – Entertainment
- Ausstellung / Galerien /Produktpräsentationen
- Variable Veranstaltungsflächen für Festivals
- Möglichkeit der Kooperation mit dem Stadttheater während dessen Sanierungsphase
- Büroflächen für “Kreative”
- Innovative Gastronomie, Cafe, Bar
Mit dem Alten Hallenbad entsteht im Zentrum Heidelbergs im Stadtteil Bergheim eine neue Kulturinstitution, die eine entscheidende Lücke in der Kulturlandschaft der Metropolregion Rhein-Neckar schließen wird. Denn die Schwerpunkte des inhaltlichen Nutzungskonzepts liegen in den Bereichen Tanz und Bild in enger Verbindung mit anderen Künsten wie Musik, den neuen Medien, Architektur und Bildende Kunst. Das AHa! initiiert, entwickelt, produziert und präsentiert Projekte und Produktionen, die sowohl innerhalb als auch außerhalb der räumlichen Struktur des Gebäudes stattfinden werden. Dabei treffen unterschiedlichste Kunstformen, Strömungen und Künstler aufeinander. Interdisziplinarität an Stelle von Spartentrennung ist das Programm.
Zentrales Thema des Hauses ist Offenheit; für neue Formen, ungewöhnliche Ideen, unerwartete Fusionen, überraschende Einblicke und Aussichten. Das Alte Hallenbad versteht sich als “schwimmende” Plattform und Experimentierfeld für eine Vielzahl unterschiedlicher Nutzer und Nutzungsformen. Die Zusammenarbeit mit bestehenden Institutionen wie Ensembles, Orchestern, Festivals, Hochschulen, Bühnen, Museen, Galerien und unabhängigen Veranstaltern wird gesucht. Bestehende Strukturen werden nicht in Frage gestellt, sondern sollen durch die Möglichkeiten des Alten Hallenbad substantiell erweitert werden. Ob Filmfestival, Poetryfestival, Kleinkunstfestival, Tanzfestival , Jazzfestival, Klassikfestival, oder ganz einfach eine Jubiläums-veranstaltung eines Betriebes oder Vereins – der “Art Ort” Altes Hallenbad steht für die grenzauflösende und transdisziplinäre Auseinandersetzung zwischen Gegenwart und Geschichte, Tradition und Avantgarde, Kunst und Alltag.
Das Alte Hallenbad betreibt eine hingebungsvolle Öffnung der Künste zum Zuschauer. Künstlerische Prozesse sollen nachvollziehbar gemacht, unterschiedliche Formen der Wahrnehmung in der Praxis erprobt werden. Außerdem bietet das Alte Hallenbad eine knappe Ressource zur gemeinschaftlichen Nutzung an: Proben- und Produktionsräume. Variable Veranstaltungsräume stehen für private, öffentliche und stadtteilbezogene Veranstaltungen zur Verfügung. Last but not least entstehen hier Arbeitsplätze in den Bereichen der Kunst- und Eventproduktion “made in Heidelberg”.
Flexibel und offen für ein “Neues Heidelberg”
Mit den auch unabhängig voneinander bespielbaren, jedoch organisatorisch und architektonisch in der ursprünglichen Einheit verbleibenden Räumen Frauen- und Herrenbad entsteht im Herzen der Stadt das einmalige Angebot eines neuen/alten Identifikationsortes für alle. Heidelberg, die Stadt der Romantik, sollte in “frische, lebendige Wasser” in ihren ehrwürdigen Mauern investieren.
Die Universitätsstadt hat einen reichhaltigen Pool an Publikum und Möglichkeiten der Public Private Partnership. Was fehlt, sind Räume, in denen Neues professionell umgesetzt und “in Szene” gesetzt werden kann. Das AHa! kann optimal das werden, was Heidelberg dringend braucht: einen neuen Marktplatz der Ideen. Künstlerisch, wirtschaftlich, liberal, sozial.
Mehr Kunst & Kultur wagen im AHa !
Das UnterwegsTheater kann auf über zwei Jahrzehnte gewachsene Verbindungen in sowohl die regionale als auch die internationale Kunstszene sowie auf organisatorische Erfahrung in allen nur erdenklichen Konstellationen zurückgreifen. Berührungsängste mit den unterschiedlichen Disziplinen und Sparten sind keine vorhanden. Im Gegenteil; Von Zirkus bis Ballett, von U- bis E-Musik, von Kleinkunst bis zu Hip Hop Musical, von Fotoausstellung bis zu Skulpturenpark, von Messeevent bis Salzburger Festspiele. Das UnterwegsTheater durfte bisher immer wieder erfolgreich unter Beweis stellen, dass es vielseitigen Anforderungen gewachsen ist. Stadt und Land hat es national und international erfolgreich vertreten, sei es auf der EXPO in Hannover, Produktionen in der Partnerstadt Montpellier oder der Kulturwoche Baden-Württemberg in Toronto. Nach dem Land könnte nun auch die Stadt das Potential des UnterwegsTheaters und seiner gewachsenen Strukturen nutzen. Ideale Voraussetzungen für “Wasser Marsch!” in eine bewegte und bewegende Gegenwart und Zukunft im Alten Hallenbad zu Heidelberg!
Bernhard Fauser & Jai Gonzales
Heidelberg, im Juni 2007
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