Archiv für November 2007

CDU
Monika Frey-Eger

Streiflichter…

Altes Hallenbad: Es lässt uns nicht zur Ruhe kommen! Nach einer Entscheidung des OLG Düsseldorf und weiterer Gerichtsurteile hätte der Verkauf des Alten Hallenbades einer europaweiten Ausschreibung bedurft. Bei Beschlussfassung des Gemeinderates war diese Sach- bzw. Rechtslage dem Gemeinderat nicht bekannt. Wenn nun feststehen sollte, dass ein Kaufvertrag nichtig wäre, müssen wir wohl oder übel nochmals ausschreiben. Dies zu den Fakten.

Ich war kein Befürworter der letztendlichen Entscheidung, wohl aber bin ich ein Mitglied des Gemeinderates, das sich als Demokrat einer Mehrheitsentscheidung beugt und diese auch akzeptiert. Wenn auch mein Herz an einem anderen Konzept hing, so kann ich nicht nachvollziehen, dass es Gemeinderatsmitglieder gibt, die mit einer möglichen neuen Ausschreibung klar ihre Hoffnung verbinden, ihr ursprüngliches Konzept doch noch „zum Tragen“ zu bringen. Nach mehr als 25 Jahren Leerstand wurde in einer demokratischen Abstimmung (wohl gemerkt nicht mit meiner Stimme) endlich ein Nutzungskonzept auf den Weg gebracht. Wie lange wird eine Nutzung jetzt wieder blockiert? Wer weiß, welche Käufer mit welchen Konzepten sich auf eine neuerliche Ausschreibung einlassen? So einfach, nur darauf zu hoffen, nun doch noch die „richtige“ Nutzung zu erreichen, ist das Thema meines Erachtens nicht.

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Gemeinderat: Heute Abend stimmt das Stadtparlament darüber ab, ob der Verkauf des Alten Hallenbades aufgehoben werden soll
Scheitert Bad-Projekt an EU-Richtlinie?

Von unserem Redaktionsmitglied Simone Jakob

Spannende Debatten verspricht die heutige Sitzung des Gemeinderates. Zündstoff liegt vor allem im Tagesordnungspunkt 31, der sich wieder mit dem Alten Hallenbad befasst. So sind Heidelberger, CDU und Freie Wähler davon überzeugt, dass der Verkauf des Areals nach aktueller Rechtsprechung europaweit hätte ausgeschrieben werden müssen.

Da dies nicht geschehen ist, haben die drei Fraktionen den Antrag gestellt, den Verkaufsbeschluss des Stadtparlaments vom 25. Juli aufzuheben. Oberbürgermeister Eckart Würzner will den “gültigen Beschluss” aber so schnell wie möglich umsetzen. Das wäre auch im Sinne der Käufer, die schon jetzt viel in das Projekt investiert haben.

Würzner will Beschluss umsetzen
“Ich sehe keinen Anlass, dieses Thema jetzt neu zu diskutieren, schließlich haben wir eine klare Beschlusslage”, betonte Würzner. Er werde wegen einer veränderten Rechtslage – die ohnehin nur das reine Vertragsrechte betreffe – jetzt nicht zu einer neuen inhaltlichen Abstimmung aufrufen. Das sieht Wolfgang Lachenauer von den Heidelbergern anders: “Wir können nicht sehenden Auges in eine juristische Auseinandersetzung rennen”. Dieser Verfahrensfehler bedeute für alle Beteiligten Planungsunsicherheit. “Ein abgewiesener Bewerber könnte jederzeit vor Gericht ziehen, weil die EU-Vergaberichtlinien nicht eingehalten wurden.

Nach der Gemeinderatssitzung vom 25. Juli habe seine Fraktion ein Schreiben vom Deutschen Städtetag erhalten, in dem auf eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf zu diesem Thema hingewiesen wurde: “Überall dort, wo Kommunen Grundstücke veräußern und den Verkauf an Bedingungen knüpfen, spricht man von einer Baukonzession, die dann ein bestimmtes Ausschreibungsverfahren notwendig macht”, erklärt der Jurist Lachenauer. Seine Fraktion bestehe zu 50 Prozent aus Anwälten. “So eine unklare Rechtslage lässt uns einfach keine Ruhe.” Relativ gelassen sieht Hallenbad-Investor Oliver Weidenhammer der Abstimmung heute Abend entgegen. “Wir liegen in unserem Zeitplan und stecken mitten in der Projektplanung”, so der Unternehmer auf Anfrage. “Ich kann nicht einschätzen, wie die Entscheidung ausfällt, aber es wäre mein demokratisches Verständnis, dass man den getroffenen Ratsbeschluss auch umsetzt.”

Sollte das OLG-Urteil für den Fall “Altes Hallenbad” tatsächlich relevant sein, müsse man sehen, ob sich der Vertrag dementsprechend anpassen lasse. “Aber das sind noch ungelegte Eier.” Derzeit liefen Gespräche mit Interessenten für die Gastro- und Büroflächen.

Mannheimer Morgen
15. November 2007

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Kundenevent der Signum communication Werbeagentur aus Mannheim:
“….Damen- und Herrenbad sind zwar trockengelegt. Die rustikale Schönheit der Räume schafft aber ein stimulierendes Ambiente für den Gedankenaustausch….”baden” Sie in neuen Ideen….”

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