Redemanuskript von Judith Marggraf zum TOP „Verkauf Altes Hallenbad“

Altes Hallenbad

Gemeinderatssitzung 16.10.08

  •   Es ist gut und wir begrüßen es, dass nach so vielen Jahren das Alte Hallenbad endlich eine Chance auf Erhalt hat!

    •   Es ist auch gut gewesen, dass der Gemeinderat den freihändigen Verkauf im Frühjahr 2007 gestoppt hat, schade ist, dass der Gemeinderat es damals aus vermeintlichem Zeitdruck versäumt hat, sich über Verkaufs- und Nutzungskriterien zu verständigen

    •   Wir bedauern, dass dem Procedere seit der Absicht zum freihändigen Verkauf bis zum tatsächlichen Verkauf an genau den gleichen Investor ein Geschmäckle anhaftet:

    •   Es ist schade, dass der Eindruck entstanden ist, dass die Stadtverwaltung nicht alle interessierten Investoren in diesen 1 ½ Jahren gleich behandelt hat

    •   Es ist bedauerlich, dass die Investoren, die den gemeinderätlichen Wunsch nach einer vorwiegend kulturellen Nutzung ernst genommen haben, daran gescheitert sind, dass das für dieses Objekt wirtschaftlich nicht darstellbar ist – über merkwürdig widersprüchliche Auskünfte, Auflagen und Einschränkungen aus städtischen Ämtern und teilweise erschreckend wenig Kooperation möchte ich mich hier nicht mehr auslassen….

    •   Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist aber schon, dass den Zuschlag jetzt ein Investor erhält, dessen Nutzungskonzept eine kulturelle Nutzung nur äußerst rudimentär vorsieht!

    •   Nicht zuletzt ist es mehr als bedauerlich, dass nun mit dem Verkauf eine hochkarätige Spielstätte der kulturellen Nutzung entzogen wird:

    •   Das ganze Gebäude, speziell aber das Herrenbad mit seiner einzigartigen Akustik fallen zukünftig insbesondere für die musikalische Nutzung weg.

    •   Eine für cross-over Kulturnutzungen einzigartige Spielstätte „entgeht“ uns, eine Spielstätte, die in der Metropolregion absolut einzigartig hätte sein können

    •   Auch die Tatsache, dass das Unterwegstheater mit der fast legendären H2O-Show uns diese Spielstätte erst erschlossen hat, seither mit großer, auch internationaler Resonanz die Möglichkeiten dieser Spielstätte ausgelotet hat – und jetzt, als trendsetter in Sachen Altes Hallenbad – einfach leer ausgeht, erfreut uns nicht.

Judith Marggraf

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